Impfung

Impfung

Beitragvon Jenna » 1. Apr 2012, 16:49

SHPPiLT - Ein Begriff, was steht dahinter?

S für Staupe

Das Virus vermehrt sich zunächst in den lymphatischen Geweben des Hals- und Rachenraumes sowie in den Lymphknoten der Bronchien. Von hier aus
gelangt es am 3.-4. Tag nach der Infektion in den Blutkreislauf. Es entwickelt sich das fieberhafte virämische Stadium. Es werden vor allem Atemwege, Verdauungstrakt, Harnwege, die Haut – auch die Hornhaut des Auges und schließlich das ZNS betroffen. Die Erkrankung kann mit unterschiedlicher Schwere verlaufen.

H für Hepatitis contagiosa canis (HCC)

Die HCC wird auch bezeichnet als: ansteckende Leberentzündung des Hundes.
Die Infektion wird übertragen durch den Kontakt mit Speichel, Nasensekret, Kot und Harn erkrankter Tiere. Die Inkubationszeit beträgt 2-10Tage. Die Erkrankung
kann mit unterschiedlicher Schwere und Geschwindigkeit verlaufen. Leichtere Krankheitsverläufe bleiben oft unerkannt, schwere können innerhalb weniger Tage zum Tode führen. Zu den typischen Symptomen der Erkrankung gehören:
In der Anfangsphase werden Erbrechen, Durchfall und Fieber beobachtet. Im weiteren Verlauf der Erkrankung bilden sich aus: Eine schmerzhafte Entzündung der Leber, Funktionsstörungen der Nieren, neurologische Störungen und Blutgerinnungsstörungen die sich in Einblutungen in die Schleimhäute äußern.

P für Parvovirose

Synonyme Begriffe sind: Canine Parvovirose und Katzenseuche. Der Begriff Katzenseuche leitet sich daher, dass die Parvovirusinfektion der Katze seit langem bekannt war, bevor eine ähnliche Erkrankung erstmalig beim Hund beobachtet wurde.
Wenn ungeimpfte Welpen unter drei Monaten mit dem Virus infiziert werden, entwickelt sich neben einer Enteritis eine Myokarditis (Entzündung des Herzmuskels), die in der Regel innerhalb kurzer Zeit zum Tode führt. Tiere die älter sind als drei Monate bilden das Krankheitsbild der Myokarditis in der Regel nicht mehr aus. Man findet hier nur das Bild einer schweren Enteritis, mit oft blutigen Durchfällen, die unbehandelt aber meist auch tödlich verläuft.

Pi für Zwingerhusten

Der Zwingerhusten wird auch bezeichnet als infektiöse Tracheobronchitis der Hunde.
Die Inkubationszeit beträgt 3-10 Tage. Eine Infektion ist gekennzeichnet durch Nasenausfluss, Fieber, Husten, Konjunktivitis und Tonsillitis. Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion.

L für Leptospirose

Die Leptospirose des Hundes ist eine durch Spirochaeten - eine Bakteriengruppe - verursachte Infektion.
Die Leptospiren sterben in getrocknetem Zustand schnell ab, halten sich dagegen in Wasser nahezu unbegrenzt. Stehendes Wasser spielt für die Übertragung daher meist eine bedeutende Rolle. Eine direkte Übertragung von einem infizierten Tier auf ein anderes kann jedoch auch erfolgen. Als Reservoirwirte für den Erreger spielen Ratten und Mäuse die Hauptrolle. Die Leptospiren dringen über Haut und Schleimhaut in den Wirt ein, und verbreiten sich auf dem Blutwege im
ganzen Körper (=Septikämie). Schwerpunktmäßig werden folgende Organe betroffen: Herzmuskel, Brustfell, Leber und Niere. Bei einer Infektion mit Leptospira icterohaemorrhagiae kommt eine Hämolyse zum typischen Krankheitsbild hinzu. Der Mensch kann an Leptospiren erkranken, er ist jedoch weniger empfindlich als der Hund, und die Erkrankung verläuft weniger schwer als bei diesem.
Eine Infektion mit Leptospiren kann - rechtzeitig erkannt - mit Penicillin behandelt werden. In vorantibiotischer Zeit verlief die Infektion meist tödlich. Die Inkubationszeit liegt bei 4-12 Tagen. Zu den typischen Krankheitssymptomen gehören: Appetitlosigkeit, Erbrechen, Fieber, Durchfall und eine ungewöhnlich dunkle Farbe des Urins.

T für Tollwut

Die Tollwut ist die gefährlichste Infektionskrankheit des Hundes für den Menschen.
Nach Ausbruch von Krankheitssymptomen verläuft die Infektion bei Mensch und Tier immer tödlich.
Neben der Infektionsübertragung durch Biss ist auch eine Übertragung durch tierische Sekrete über Hautwunden, und durch eingeatmete Stäube (Fledermauskot) über die Lungen möglich. Der Erreger ist haltbarer als früher angenommen. Er hält sich in Erdboden und Tierkadavern mehrere Monate, in Wohnräumen etwa einen Monat.
Das klassische Krankheitsbild ist eine fortschreitende Enzephalitis, häufig verbunden mit Krämpfen, krankhaft gesteigertem Aggressionsverhalten, leichteren Lähmungserscheinungen, v.a. der Schlundmuskulatur und starkem Speichelfluß (= rasende Wut). Dieses, jedem Kind bekannte, Krankheitsbild wird jedoch immer seltener beobachtet. Viel häufiger findet man bei Hunden heute langsam fortschreitende allgemeine Lähmungen, Verdauungsstörungen (Durchfall) und Apathie als Krankheitsbild (= stille Wut).
Beim Hund liegt die
Inkubationszeit typischerweise zwischen 15 und 90 Tagen. Der Tod tritt durch Atemlähmung und Ersticken ein.
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